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SCHICKE MÜTZE
Ein kurzer, hochgeklappter Schirm, ein Gummizug hinten, ein Logo, ein Spruch
oder ein Statement vorne drauf. Kaum ein Accessoire bringt so prägnant
verschiedenste Radliebhaber zusammen wie ein Cycling Cap, das mit oder
ohne Helm getragen wird – von jung bis alt, vom klassischen Stahlrennrad bis
zum modernen Gravelbike. Und ebenso schafft es der Laden „Schicke Mütze“ aus
Düsseldorf die Fahrradszene weit über die Grenzen der Stadt mit den schönsten
Ausfahrten und dem „heißesten Scheiß“ der Fahrradkultur zu versorgen.
Text • Stefanie Kobayashi – Fotos • Kerstin Kortenkamp, Schicke Mütze
Alles begann mit den Klassikerausfahrten. Konrad Glaeser
fragte in einem Forum, wer im Raum Düsseldorf Lust auf
gemeinsame Ausfahrten mit klassischen Rädern habe. Das
war 2009. Auch Carsten Wien, der seine Leidenschaft fürs
Rennradfahren wiederentdeckt hatte, folgte dem Aufruf.
Gemeinsam begannen Konrad und Carsten weitere Ausfahrten zu organisieren, schon damals auch über Schotterwege nach Vorbild der Eroica. Es entstand ein Kreis von
Leuten, von Gleichgesinnten, die den Weg und die Freude
am Fahrradfahren miteinander teilten. Unter diesen Leuten war auch Kerstin Kortekamp, welche die „Frauenbewegung Rennrad“ nach vorne gebracht hat, der Schrauber Jan
Hüttenbernd und der Gastronom Dieter Mauermann, der
von einem Fahrradcafé träumte. Dieser Traum und der Besuch auf der Berliner Fahrradschau 2011 – zu einer Zeit,
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als Social Media zwar bereits existierte, das Radfahren dort
aber noch keine prägende Rolle spielte – vermittelten dem
Team das Gefühl, nicht allein zu sein. Das Thema Fahrrad
gewann sichtbar an Bedeutung und wurde zunehmend als
kulturelles Thema verstanden, bei dem Aspekte wie Stahlrennräder, Stil, Popkultur und Musik zusammenkamen.
Diese Erkenntnis wurde zum entscheidenden Impuls, eine
Idee umzusetzen, die schon länger in den Köpfen der Fahrrad-Freunde reifte: Einen Ort zu schaffen, an dem sich alles
um Räder, Genuss und Qualität dreht. In einem Hinterhof
in der Talstraße war bald die passende Location gefunden
und 2014 ging es schließlich los mit der „Schicken Mütze“.
Ein konkretes Konzept gab es damals nicht. Es war ein
Treffpunkt für die Ausfahrten. Fehlendes Budget im Um-